Grenzgangverein Goßfelden e.V.

Grenzgang Goßfelden: Ein Fest der Superlative

Kurz gesagt: Es war gigantisch. Perfektes Wetter, perfekte Stimmung, perfekter Festzug, perfekte Besucherzahlen.

Los ging´s am Donnerstag den 25. Juni 2009 mit dem Treffen der örtlichen Vereine und der Bevölkerung an der Gerichtslinde. Nach dem Festgeläut und den Böllerschüssen gab es die erste Neuerung und Überraschung. Die eigens für das Grenzgangfest, von Sylvia Becker geschriebene, Grenzgangfanfare ertönte über den Ort. Sie wurde von drei Trompetern der Goßfeldener Grenzgangmusikanten von der Kirchmauer aus, gespielt. Im Anschluss ging es dann traditionell zum Ehrenmal um den Gefallenen und Vermissten der Kriege zu gedenken und auch denen die in den vergangenen sieben Jahren gestorben sind. Die Gedenkfeier am Ehrenmal wurde vom Posaunenchor und der Chorgemeinschaft musikalisch umrahmt und Pfarrer Wilhelm Hammann hielt eine beeindruckende Andacht.

Angeführt von den drei Grenzläufern und mit den Klängen der Grenzgangsmusikanten ging es dann ins Festzelt wo gegen 19:30 Uhr die offizielle Eröffnung des Festes durch die Vorsitzende des Grenzgangvereins, Elke Wind, erfolgte.

Der Heimatabend wurde von den örtlichen Vereinen und der Otto-Ubbelohde-Schule wirkungsvoll und ideenreich gestaltet und von Michael Immel moderiert.

Mit einem Fackelzug zur historischen Brücke endete der Heimatabend in einem beeindruckenden Lichtermeer aus Wachsfackeln.

Die Grenzbegänge am Freitag- und Samstagmorgen begannen mit einem musikalischen Weckruf durch die Straßen Goßfeldens mit den Grenzgangmusikanten und den Vorstandsmitgliedern des Grenzgangvereins. Anschließend versammelten sich die Bevölkerung und die Gäste des Grenzgangs an der Gerichtslinde. Danach erfolgte der Grenzbegang sowie die Rast auf den jeweiligen Frühstücksplätzen „Auf der Trifft“ und „An der Fuchshecke“. Die Zahl der Grenzgangteilnehmer war überwältigend und deutlich höher als sich Vereinsvorstand und Festwirt erhofft hatten. Beim Grenzbegang am Freitag den 26. Juni 2009 waren schätzungsweise 3500 und am Samstag den 27. Juni 2009 rund 6000 Grenzgänger gekommen. Dies sind überwältigende Zahlen die es noch nie zuvor bei einem Grenzgangfest in Goßfelden gab. Auf den Frühstücksplätzen spielten neben den Grenzgangsmusikanten, auch die Musikkapelle Niederklein um für die nötige Stimmung zu sorgen. Ausrufer, Grenzläufer und die Mitglieder des Finanzausschusses hatten alle Hände voll zu tun. Ganz besonders soll hier Rolf Bickhard genannt sein der auf beiden Frühstücksplätzen den anstrengenden Job des Ausrufers in aller höchster Perfektion machte und auch im Vorfeld nicht nur die Aufgaben des stellvertretenden Vorsitzenden im Grenzgangverein übernahm, sondern auch noch kurzfristig so genannte „Huppchlisten“ erstellt hat. Beim „Huppchen“ wurden von den Goßfeldener Grenzläufern Mario Möschet, Stephan Boßhammer und Jörg Schmidt annähernd 400 ehrwürdige Personen über den Grenzsteinen gehoben.

Am Freitag- und Samstagabend sorgten die zwei Partybands „Aischzeit“ und „Tollhaus“, man kann es nicht anders sagen, für gigantische noch nie da gewesene Partystimmung im Festzelt. Gut, dass das Festzelt im Boden verankert war, sonst hätte sich wahrscheinlich noch das Zeltdach gehoben. Besucherzahlen von 1300 bis 1600 Partygästen im Festzelt können dies nur bestätigen.

Der historische Festzug am Sonntag, den 28. Juni 2009 ab 14 Uhr war der absolute Höhepunkt beim Grenzgangfest in Goßfelden. Mit 94 Gruppen und einer Gesamtlänge von ca. 2,5 km ging dieser an den Start. Eine hervorragende Organisation und tatkräftiger Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger um die Ausschussvorsitzende Birgit Thom, sowie die Mitglieder des Verkehrsausschusses, sorgten für einen reibungslosen Verlauf des Festzuges und ließen die Zuschauer, deren Besucherzahlen wieder gesteigert werden konnten und um die drei bis dreieinhalbtausend gelegen haben dürften, auf ihre Kosten kommen.

Die Entscheidung den fahrenden Festzug erstmals in umgekehrter Richtung, nämlich vom Ober- ins Unterdorf, verlaufen zu lassen war absolut richtig. Alle Zugteilnehmer und nicht zuletzt die neun verpflichteten Musikappellen wussten dies zu schätzen.

Auch wenn es im Vorfeld des Festzuges einige Reibereien wegen der Durchsetzung eines rein historischen Festzuges gegeben hat, wurde auch diese Entscheidung von den Besuchern und Beteiligten durchweg positiv bestätigt. Es soll der schönste Festzug in Goßfelden gewesen sein.

Im Anschluss an den Festzug wurden im absolut überfüllten Festzelt die einzelnen Musikkappellen vorgestellt. Auch hier heizte sich die Stimmung, wie noch nie da gewesen, bis zum Überkochen auf.

„Die Steigerwälder” sorgten am Sonntagabend für die nötige Stimmung und ein gut gefülltes Festzelt.

Der Montagmorgen begann um 11 Uhr mit dem traditionellen Frühschoppen. Und was soll ich sagen: Das Festzelt war wieder ungewöhnlich voll geworden und unsere Grenzgangmusikanten und die in Goßfelden beheimatete Band „The Boptown Cats“ sorgten wiederum für eine geniale Stimmung.

Der Montagabend gehörte der Powerband „Wildbach“. Sie sorgten für ausgelassene Partystimmung auf Tischen und Bänken am letzten Abend des Grenzgangfestes in Goßfelden.

Ganz hart gesottene feierten nach dem Ende des Festes noch beim so genannten „Eierbacken“ im Goßfeldener Feuerwehrhaus bis in die frühen Morgenstunden weiter. Auch die Musiker der Partyband „Wildbach“ ließen es sich nicht nehmen daran teil zu nehmen.

Der Verein und der Vereinsvorstand, unter dem Vorsitz von Elke Wind, sind stolz darauf, auf ein so erfolgreiches Fest zurückblicken zu können. Es bleibt zu hoffen, dass die Tradition des Goßfeldener Grenzgangs weiterhin bestehen bleibt und sich auch in Zukunft Freiwillige finden werden, um die Tradition des Grenzgangs in Goßfelden aufrecht zu erhalten und sich auch beim nächsten Grenzgangfest wieder so viele ehrenamtliche Helfer und Helferinnen finden werden, um wieder ein solches Fest ausrichten zu können. Wer dies unterstützen möchte und Mitglied im Grenzgangverein Goßfelden werden will kann sich im Internet unter www.grenzgangverein-gossfelden.de eine Beitrittserklärung herunterladen.

So, - dass war mein Bericht vom Grenzgangfest 2009 in Goßfelden. Wenn man den vielen einstimmigen Meinungen im Dorf und weit darüber hinaus Glauben schenken darf, dann ist das vergangene Fest wohl das schönste und erfolgreichste aller Zeiten gewesen.

Bericht und Fotos: Heiko Friedrich

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