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Aktivitäten in 2011
Vier auf einen Streich
Gleich vier Mal ja auf zwei Hochzeiten im Grenzgangverein Goßfelden.
A
m Pfingstsamstag den 11. Juni 2011 musste sich die Abordnung des Grenzgangvereins Goßfelden ordentlich sputen um auf gleich zwei Hochzeiten an unterschiedlichen Orten die Brautpaare, nach ihrer kirchlichen Trauung, mit dem bereits traditionellen Spalierstehen und lautem Peitschenknallen zu empfangen. Zuerst zog es die Grenzgänger nach Amönau. Hier gaben sich die 29-jährige Sachbearbeiterin im Einkauf Bianca Schmidt geborene Peter und der 35-jährige Laborfachwerker Kai Schmidt, die sich vor 6 Jahren bei einer Fohlentaufe in Wetter kennen lernten, in der Amönauer Kirche das Ja-Wort.
Die zweite Hochzeit an diesem Tag fand in Münchhausen in der Kirche auf dem Christenberg statt. Hier sagten die 32-jährige Kauffrau für Bürokommunikation Tina Mohre geborene Bickhard und der 30-jährige IT-Fachmann Oliver Mohre nach 7-jähriger Bedenkzeit zueinander ja. Kennen lernten sich die Beiden bei der Arbeit in einem großen Pharmazieunternehmen in Marburg. Tina Bickhard wurde im vergangenen Jahr in den Vereinsvorstand des Grenzgangvereins Goßfelden gewählt.
Nachdem beide Brautpaare mit lautem Peitschenknallen, dem so genannten „platzen“, das Spalier des Grenzganvereins und den ortsansässigen Feuerwehren durchschritten hatten, wurden sie von den drei Grenzläufern Stephan Boßhammer, Mario Möschet und Jörg Schmidt in Empfang genommen und symbolisch über einem mobilen Grenzstein, der von Vereinsmitglied Bernd Moog für solche Anlässe gefertigt wurde, nach Goßfeldener Tradition drei mal gehuppcht (gehoben). Hierbei werden, bildlich gesprochen, die Beine der gehuppchten drei Mal in die Luft geworfen.
Vereinsfahrt zum Biggesee und Attahöhle
Wenn Engel reisen, scheint die Sonne. So hätte das Motto unseres Vereinsausfluges an den Biggesee Heißen können. Die Sonne lachte vom Himmel und unten im Bus lachten die Menschen und waren guter Dinge, was diesen Tag noch so auf sie zukommen sollte.
Zu Beginn befuhren wir den Biggesee mit einem „Ausflugsdampfer“ die Bewirtung stimmte und die Stimmung ebenso. Einige auf dem Oberdeck holten sich an diesem Tag einen ausgewachsenen Sonnenbrand.
Nach der beschaulichen Rundfahrt ging es dann zur Attahöhle, Deutschlands größter Tropfsteinhöhle.
Diese wurde uns von zwei wirklich guten Führern, die auch gerne auf unsere Fragen eingingen, nähergebracht. Nach der Führung trafen wir uns alle in der Gaststätte „Himmelreich“ wo wir dank Vorbestellung alle wunderbar speisten. Das Servicepersonal war sehr nett und so gingen wir gegen 21 Uhr beschwingt zum Bus zurück, der uns nach zwei Stunden Fahrzeit wieder wohlbehalten in Goßfelden ablieferte. Was für ein schöner Tag!
JHV 2011: Neues Grenzganglied kommt gut an
Schon seit fünfzehn Jahren eröffnen die Grenzgangmusikanten Goßfelden traditionsgemäß die Jahreshauptversammlung des Grenzgangvereins Goßfelden. So auch am 25. Februar 2011. Dieses Mal aber gleich mit zwei Überraschungen für das Publikum. Zum Einen spielten die Musikanten einen Auszug aus ihrem neuen Musikrepertoire, zum Anderen wurde das neue Grenzganglied zum ersten Mal uraufgeführt. Nach der Verteilung der Liedblätter wurde es auch gleich von der Versammlung mitgesungen und durchweg sehr gut angenommen. Das Lied basiert auf der Spiritualmelodie des Liedes „Glory, Glory, Hallelujah“. Der neue Text „Heute feiern alle Grenzgang“ ist in Zusammenarbeit beider Vereine entstanden.
Nach der offiziellen Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Elke Wind und dem Verlesen des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung durch Schriftführerin Heike Schmidt, gab Elke Wind in Ihrem Jahresrückblick Einblick auf rund fünfzig von Verein und Vereinsvorstand wahrgenommenen Terminen. Sie berichtete unter anderem von der Vereinsfahrt in den Hessenpark, dem Helferfest des Grenzgangvereins und der Fort-Fun-Fahrt für die Vereinsjugend. Auch über das neue kulturelle Highlight von Goßfelden, dem von Karl-Heinz Görmar ins Leben gerufenen Otto-Ubbelohde-Rundweg, berichtete die Vorsitzende. Dieser wurde am 12. Juni 2010 unter Mitwirkung des Grenzgangvereins eingeweiht.
Nach dem von Kassierer Klaus Luczak abgegebenen Kassenbericht, dem Bericht der Kassenprüfung von Hans-Werner Otto und der Entlastung des Gesamtvorstandes, stand noch die Wahl für einen neuen Kassenprüfer an. Hier wurde für die nächsten zwei Jahre Jürgen Seip einstimmig gewählt.
In ihren Ankündigungen für das laufende Jahr berichtete Elke Wind über den am 12. März stattfindenden Obstbaumschnitt mit dem NABU an der Fuchsecke und der Vereinsfahrt am 29. Mai an den Biggesee mit einer Schifffahrt und einem Besuch der Attahöhle, Deutschlands größter Tropfsteinhöhle. Auch auf den am 30. Juli stattfindenden traditionellen Dämmerschoppen der Grenzgangmusikanten wurde hingewiesen. Für alle Veranstaltungen wurde um rege Teilnahme und Unterstützung gebeten.
Die Ehrenmitgliedschaft im Grenzgangverein Goßfelden erhielten an diesem Abend Elisabeth Hahn, Elfriede Schneider, Elisabeth Wagner und Walter Lohrbach.
Für ihre 25-jährige Vereinstreue wurden Ludwig Boßhammer, Katharina Kuhnigk, Siegfried Kuhnigk, Mario Möschet, Heiko Friedrich, Jürgen Seip, Ursula Seip und Bernd Schreiner geehrt.
Da der Abend schon mit zwei Überraschungen begonnen hatte sollte sich noch eine Dritte hinzu gesellen. Das frisch gebackene Ehrenmitglied Walter Lohrbach überreichte der Vereinsvorsitzenden Elke Wind ein historisches original Emailieschild, das bis 1972 am Privathaus des früheren Bürgermeisters Heinrich Barth in der Bahnhofstraße 5 in Goßfelden hing. Hier war in einem Zimmer das Bürgermeisteramt der damals noch selbstständigen Gemeinde Goßfelden untergebracht. Walter Lohrbach fand das Schild im Keller der alten Schule von Goßfelden und konnte es vor der Entsorgung retten. Das Schild soll künftig an einem öffentlichen geschützten Ort ausgestellt werden.
Zum Abschluss der Versammlung gab es noch einen kleinen Imbiss, bei dem die Besucher noch ein wenig zum Plausch verweilen konnten.
Aktivitäten in 2010
Aschenputtel heiratet ihren Prinzen
Am 01.10.2010 heirateten Katrin Thom und Daniel Predescu auf historischem Terrain in Marburg.
Die 23-jährige Goßfeldenerin und der 27-jährige Düsseldorfer lernten sich vor mehr als sechs Jahren in Marburg kennen und gaben sich nun unter dem Kaiser-Wilhelm-Turm, welcher als Spiegelslustturm besser bekannt ist, das Ja-Wort. Beide sind aktive Mitglieder im Goßfeldener Grenzgangverein und brachten sich beim vergangenen Grenzgangfest im Festzug mit dem Motiv Aschenputtel und ihr Prinz ein.
Im Anschluss an die Trauung wurde das Brautpaar von einer Abordnung des Goßfeldener Grenzgangvereins traditionell mit lautem Peitschenknallen in Empfang genommen und von den Goßfeldener Grenzläufern Stephan Boßhammer, Jörg Schmidt und Mario Möschet über einem extra bereitgestellten Grenzstein gehuppcht (gehoben).
Ihren gemeinsamen Lebensweg werden Katrin und Daniel Thom geb. Predescu künftig in der Schweiz verbringen, wo es sie aus beruflichen hingezogen hat. Dort ist sie als Dentalassistentin und er als diplomierter Wirtschafts-mathematiker tätig.
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Ausflug für Vereinsjugend ins Fort Fun
Am 14. August 2010 trafen sich Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern morgens um neun Uhr am Dorfplatz in Goßfelden um einen schönen Tag im Fort Fun zu verbringen. Das Wetter spielte mit und so konnten wir alle Attraktionen bei schönstem Sonnenschein ausprobieren. Besonders gut gefielen den Kindern der Trapper-Slider und die Stuntshow, die auch bei den Eltern sehr gut ankam.
Dank der Gutscheinheftchen trafen wir uns alle beim gemeinsamen Mittagessen wieder. Nach der kollektiven Stärkung ging es noch einmal so richtig Rund und so waren alle müde aber zufrieden wieder am Treffpunkt um, mit dem Reisebus der Fa. Udo Diehl, die Heimfahrt anzutreten. Alle Teilnehmer wahren glücklich über den gelungenen Ausflug.
Vereinsfahrt in den Hessenpark
Am 16.5.2010 fuhr der Grenzgangverein aus Goßfelden in das Freilichtmuseum Hessenpark nach Neu-Anspach. Hier konnten wir uns an einer einstündigen Führung in hessischer Mundart beteiligen. Im Anschluss daran hatten wir die Möglichkeit den Park noch auf eigene Faust zu erkunden.
Wir konnten in den diversen Museen frühere Gebrauchsgegen-stände und längst vergessene Lebensmittelverpackungen und Elektrogeräte bestaunen. Im Park wurden uns verschiedene Tätigkeiten aus dem früheren Handwerk nahe gebracht. Auch ein kleiner Markt war an diesem Wochenende auf dem Marktplatz aufgebaut. Hier wurden verschiedene Waren für den heimischen Gebrauch zum Kauf angeboten. Zu unserem Erstaunen fanden wir im Hessenpark auch einige historische Grenzsteine. Hier ließen es sich der frühere Grenzläufer Karl-Heinz Zebisch und der noch amtierende Grenzläufer Jörg Schmidt nicht nehmen einige Vereinsmitglieder darüber zu Huppchen. Am Abend trafen sich alle Mitglieder noch im Gasthaus zum Adler zu einem gemütlichen Beisammensein bevor wir dann wieder den Heimweg antraten.
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JHV am 26. Februar 2010
Traditionell wurde die JHV des Grenzgangvereins von den Grenzgangmusikanten musikalisch eröffnet. Neben Neuwahlen des engeren Vorstandes und Ehrungen drehte sich im Jahresbericht der Vorsitzenden Elke Wind fast alles ausschließlich um das 5-tägige Grenzgangfest des vergangenen Jahres.
Trotz Wirtschaftskrise strömten die Besucher nach Goßfelden. Auch wenn der Vorverkauf eher schleppend lief, war der Besucheransturm dann doch so enorm, dass der Verein ein ordentliches Plus in seiner Kasse verbuchen konnte. Auch die anderen Grenzgangvereine und die Partnergemeinden aus Polen und Frankreich haben sich bei uns sehr wohl gefühlt, berichtete Wind. Wir freuen uns schon auf das nächste Grenzgangfest im Jahr 2016. Die Vorsitzende dankte anschließend allen Helferinnen und Helfern, die zum Erfolg dieses Festes beigetragen haben. Sie wies ebenfalls darauf hin, dass am 26. Juni 2010 das lange erwartete Helferfest stattfinden wird.
In ihrem Jahresüberblick für das laufende Jahr berichtete Wind über den am 6. März stattfindenden Obstbaumschnitt mit dem NABU, der am 16. Mai stattfindenden Vereinsfahrt in den Hessenpark, bei der es u.a. eine Führung in Mundart geben soll und die Erlebnisfahrt für die jugendlichen Vereinsmitglieder am 14. August in den Freizeitpark Fort Fun. Auch auf den am 31. Juli stattfindenden Dämmerschoppen der Grenzgangmusikanten wurde hingewiesen und um rege Teilnahme und Unterstützung gebeten.
Bei den Vorstandswahlen wurde Elke Wind als erste Vorsitzende, Rolf Bickhard als zweiter Vorsitzender, Nicole Blöcher als 2. Kassenwartin, Heike Schmidt als 1. Schriftführerin, Holger Boßhammer als stellvertretender Beisitzer, Heiko Friedrich als Pressewart und Heiko Schmidt als dessen Stellvertreter, in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Klaus Luczak als erster Kassierer, Tina Bickhard als 2. Schriftführerin und Jörg Schmidt als erster Beisitzer. Zum Kassenprüfer für die nächsten zwei Jahre wurde Frank Immel gewählt.
Im Anschluss an die Wahlen bedankte sich der Vorstand des Grenzgangvereins bei den beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Claudia Schmidt und Joachim Kuhnigk für ihre langjährige Vorstandsarbeit mit einem Präsentkorb.
Die Ehrenmitgliedschaft im Grenzgangverein Goßfelden erhielten an diesem Abend Johannes Mengel, Heinrich Ebert, Heinz Greif, Johannes Katzer und Paul Heideroth.
Für ihre 25-jährige Vereinstreue wurden Marion und Hartmut Leimbach, Angela Nickel, Karin und Heinz Wiegand sowie Elke und Karl-Heinz Zebisch geehrt. Zum Abschluss der Versammlung gab es noch einen kleinen Imbiss, bei dem die Besucher noch ein wenig zum Plausch verweilen konnten.
25 Jahre Spinnstube Goßfelden
Am 6. Januar 2010 überraschte der Vorstand des Grenzgangvereins die Mitglieder der Spinnstube aus einem ganz besonderen Grund.
Die Vorsitzende des Grenzgangvereins Goßfelden, Elke Wind, ist bei den Vorbereitungen und Recherchen zum vergangenen Grenzgangfest auf ein Datum im Dezember 1984 gestoßen.
In mehreren Sitzungsprotokollen des Grenzgangvereins fand sie Erwähnungen, die vom damaligen Vorsitzenden Heinrich Jung angeregt wurden, eine Spinnstube ins Leben zu rufen.
Hier sollten sich Männer und Frauen regelmäßig treffen, um unter anderem Kostüme zu nähen und auszubessern. Im Dezember 1984 war es dann endlich so weit. Die Spinnstube traf sich zum ersten Mal in der alten Schule von Goßfelden.
Wie es in damaligen Spinnstuben üblich war, wird auch hier bis heute eine Sitzordnung eingehalten: Männer und Frauen streng getrennt!
Bei den Treffen wurde sich nicht nur um die Kostüme gekümmert, Klatsch und Tratsch aus dem Ort und die kulinarischen Genüsse kamen natürlich auch nicht zu kurz.
Zum 25-jährigen Jubiläum hatte der Vorstand des Grenzgangvereins eine ganz besondere Idee. Da ein Spinnstubentreffen fast einem Stammtischtreffen zu vergleichen ist, hat Elke Wind kurzer Hand einen Stammtischwimpel für die Spinnstube entworfen.
Dieser wurde nun bei dem Jubiläumstreffen, dem Gründer der Spinnstube Heinrich Jung, feierlich überreicht. Auch ein eigens für den Wimpel, von Bernd Moog gedrechselter Ständer, wurde überreicht.
Nachdem sich Heinrich Jung in seiner Rede, in der er das Wirken und Werken der Spinnstube noch mal Revue passieren ließ, bedankt hatte, vergaß der Vorstand des Grenzgangvereins auch den wichtigen kulinarischen Teil des Treffens nicht. Für alle gab es zum Abschluss Rippchen mit Sauerkraut zur Stärkung für die nächsten 25 Jahre.
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Aktivitäten in 2009
Grenzgang Goßfelden: Ein Fest der Superlative
Kurz gesagt: Es war gigantisch. Perfektes Wetter, perfekte Stimmung, perfekter Festzug, perfekte Besucherzahlen. 
Los ging´s am Donnerstag den 25. Juni 2009 mit dem Treffen der örtlichen Vereine und der Bevölkerung an der Gerichtslinde. Nach dem Festgeläut und den Böllerschüssen gab es die erste Neuerung und Überraschung. Die eigens für das Grenzgangfest, von Sylvia Becker geschriebene, Grenzgangfanfare ertönte über den Ort. Sie wurde von drei Trompetern der Goßfeldener Grenzgangmusikanten von der Kirchmauer aus, gespielt. Im Anschluss ging es dann traditionell zum Ehrenmal um den Gefallenen und Vermissten der Kriege zu gedenken und auch denen die in den vergangenen sieben Jahren gestorben sind. Die Gedenkfeier am Ehrenmal wurde vom Posaunenchor und der Chorgemeinschaft musikalisch umrahmt und Pfarrer Wilhelm Hammann hielt eine beeindruckende Andacht.
Angeführt von den drei Grenzläufern und mit den Klängen der Grenzgangsmusikanten ging es dann ins Festzelt wo gegen 19:30 Uhr die offizielle Eröffnung des Festes durch die Vorsitzende des Grenzgangvereins, Elke Wind, erfolgte.
Der Heimatabend wurde von den örtlichen Vereinen und der Otto-Ubbelohde-Schule wirkungsvoll und ideenreich gestaltet und von Michael Immel moderiert.
Mit einem Fackelzug zur historischen Brücke endete der Heimatabend in einem beeindruckenden Lichtermeer aus Wachsfackeln. Die Grenzbegänge am Freitag- und Samstagmorgen begannen mit einem musikalischen Weckruf durch die Straßen Goßfeldens mit den Grenzgangmusikanten und den Vorstandsmitgliedern des Grenzgangvereins. Anschließend versammelten sich die Bevölkerung und die Gäste des Grenzgangs an der Gerichtslinde. Danach erfolgte der Grenzbegang sowie die Rast auf den jeweiligen Frühstücksplätzen „Auf der Trifft“ und „An der Fuchshecke“. Die Zahl der Grenzgangteilnehmer war überwältigend und deutlich höher als sich Vereinsvorstand und Festwirt erhofft hatten. Beim Grenzbegang am Freitag den 26. Juni 2009 waren schätzungsweise 3500 und am Samstag den 27. Juni 2009 rund 6000 Grenzgänger gekommen. Dies sind überwältigende Zahlen die es noch nie zuvor bei einem Grenzgangfest in Goßfelden gab. Auf den Frühstücksplätzen spielten neben den Grenzgangsmusikanten, auch die Musikkapelle Niederklein um für die nötige Stimmung zu sorgen. Ausrufer, Grenzläufer und die Mitglieder des Finanzausschusses hatten alle Hände voll zu tun. Ganz besonders soll hier Rolf Bickhard genannt sein der auf beiden Frühstücksplätzen den anstrengenden Job des Ausrufers in aller höchster Perfektion machte und auch im Vorfeld nicht nur die Aufgaben des stellvertretenden Vorsitzenden im Grenzgangverein übernahm, sondern auch noch kurzfristig so genannte „Huppchlisten“ erstellt hat. Beim „Huppchen“ wurden von den Goßfeldener Grenzläufern Mario Möschet, Stephan Boßhammer und Jörg Schmidt annähernd 400 ehrwürdige Personen über den Grenzsteinen gehoben.
Am Freitag- und Samstagabend sorgten die zwei Partybands „Aischzeit“ und „Tollhaus“, man kann es nicht anders sagen, für gigantische noch nie da gewesene Partystimmung im Festzelt. Gut, dass das Festzelt im Boden verankert war, sonst hätte sich wahrscheinlich noch das Zeltdach gehoben. Besucherzahlen von 1300 bis 1600 Partygästen im Festzelt können dies nur bestätigen. Der historische Festzug am Sonntag, den 28. Juni 2009 ab 14 Uhr war der absolute Höhepunkt beim Grenzgangfest in Goßfelden. Mit 94 Gruppen und einer Gesamtlänge von ca. 2,5 km ging dieser an den Start. Eine hervorragende Organisation und tatkräftiger Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger um die Ausschussvorsitzende Birgit Thom, sowie die Mitglieder des Verkehrsausschusses, sorgten für einen reibungslosen Verlauf des Festzuges und ließen die Zuschauer, deren Besucherzahlen wieder gesteigert werden konnten und um die drei bis dreieinhalbtausend gelegen haben dürften, auf ihre Kosten kommen.
Die Entscheidung den fahrenden Festzug erstmals in umgekehrter Richtung, nämlich vom Ober- ins Unterdorf, verlaufen zu lassen war absolut richtig. Alle Zugteilnehmer und nicht zuletzt die neun verpflichteten Musikappellen wussten dies zu schätzen.
Auch wenn es im Vorfeld des Festzuges einige Reibereien wegen der Durchsetzung eines rein historischen Festzuges gegeben hat, wurde auch diese Entscheidung von den Besuchern und Beteiligten durchweg positiv bestätigt. Es soll der schönste Festzug in Goßfelden gewesen sein.
Im Anschluss an den Festzug wurden im absolut überfüllten Festzelt die einzelnen Musikkappellen vorgestellt. Auch hier heizte sich die Stimmung, wie noch nie da gewesen, bis zum Überkochen auf.
„Die Steigerwälder” sorgten am Sonntagabend für die nötige Stimmung und ein gut gefülltes Festzelt.
Der Montagmorgen begann um 11 Uhr mit dem traditionellen Frühschoppen. Und was soll ich sagen: Das Festzelt war wieder ungewöhnlich voll geworden und unsere Grenzgangmusikanten und die in Goßfelden beheimatete Band „The Boptown Cats“ sorgten wiederum für eine geniale Stimmung.
Der Montagabend gehörte der Powerband „Wildbach“. Sie sorgten für ausgelassene Partystimmung auf Tischen und Bänken am letzten Abend des Grenzgangfestes in Goßfelden.
Ganz hart gesottene feierten nach dem Ende des Festes noch beim so genannten „Eierbacken“ im Goßfeldener Feuerwehrhaus bis in die frühen Morgenstunden weiter. Auch die Musiker der Partyband „Wildbach“ ließen es sich nicht nehmen daran teil zu nehmen. Der Verein und der Vereinsvorstand, unter dem Vorsitz von Elke Wind, sind stolz darauf, auf ein so erfolgreiches Fest zurückblicken zu können. Es bleibt zu hoffen, dass die Tradition des Goßfeldener Grenzgangs weiterhin bestehen bleibt und sich auch in Zukunft Freiwillige finden werden, um die Tradition des Grenzgangs in Goßfelden aufrecht zu erhalten und sich auch beim nächsten Grenzgangfest wieder so viele ehrenamtliche Helfer und Helferinnen finden werden, um wieder ein solches Fest ausrichten zu können. Wer dies unterstützen möchte und Mitglied im Grenzgangverein Goßfelden werden will kann sich im Internet unter www.grenzgangverein-gossfelden.de eine Beitrittserklärung herunterladen.
So, - dass war mein Bericht vom Grenzgangfest 2009 in Goßfelden. Wenn man den vielen einstimmigen Meinungen im Dorf und weit darüber hinaus Glauben schenken darf, dann ist das vergangene Fest wohl das schönste und erfolgreichste aller Zeiten gewesen.
Noch mehr Berichte rund um den Goßfeldener Grenzgang in 2009 finder Sie hier.
Bericht und Fotos: Heiko Friedrich
Hoher Besuch bei Jahreshauptversammlung 2009
CDU Fraktionschef des hessischen Landtages besucht Jahreshauptversammlung des Grenzgangvereins Goßfelden. 
Die Jahreshauptversammlung des Grenzgangvereins begann traditionell mit der musikalischen Eröffnung durch die Grenzgangmusikanten. Nach dem Verlesen des Protokolls der Jahreshauptversammlung des vergangenen Jahres durch Schriftführerin Heike Schmidt und dem Kassenbericht, welcher von der stellvertretenden Kassenwartin, Nicole Blöcher, abgegeben wurde, stand die Wahl eines neuen Kassenprüfers an. Hier wurde Anja Kamolz einstimmig für die nächsten zwei Jahre zur neuen Kassenprüferin gewählt.
Die erste Vorsitzende des Grenzgangverein Goßfelden, Elke Wind, berichtete in ihrem Jahresrückblick über die fast sechzig vom Verein und Vorstand wahrgenommenen Termine. Im Vordergrund standen diesmal die Vereinsfahrt nach Bad Berleburg mit der Wanderung über den Waldskulpturenweg, das Grenzgangfest in Wetter und die Vorbereitungen zum eigenen Grenzgangfest. Wir liegen gut im Plan, berichtete Wind, alle Festausschüsse sind aktiv und die Arbeiten der einzelnen Ausschüsse setzen sich jetzt Mosaiksteinchenweise zusammen. Einige Ausschüsse gehen schon in die Endphase wie der Festschriftausschuss, andere wie der Dorfausschmückungsausschuss nehmen jetzt erst Fahrt auf da es jetzt nur noch 110 Tage bis zum Fest sind.
Unter Punkt 10 der Jahreshauptversammlung wurde die silberne Vereinsnadel für 25-jährige Vereinszugehörigkeit an Brunhilde Gerstner und dem wohl prominentesten Mitglied des Grenzgangvereins Goßfelden, Dr. Christean Wagner, dem Chef der CDU-Fraktion im hessischen Landtag, verliehen. In seinem Grußwort an die versammelten Mitglieder des Grenzgangvereins Goßfelden lobte Wagner das Engagement des Vorstandes und die ehrenamtliche Arbeit der tätigen Mitglieder. In der heutigen Zeit sei diese Art der Bewahrung von Sitten und Gebräuchen überaus wertvoll und keinesfalls selbstverständlich. Wie wichtig diese Arbeit für eine Gemeinschaft sei, kann gar nicht genug betont werden. Viele Bräuche könne man in der heutigen Zeit nicht mehr nachvollziehen, umso wichtiger sei es, Sitten in die heutige Zeit hinüber zu retten, wo immer es machbar sei. Zum Abschluss bedankte er sich für die Ehrung anlässlich seiner 25-jährigen Mitgliedschaft und brachte noch einmal seine innere Verbundenheit mit dem Goßfeldener Grenzgang zum Ausdruck. Eine Teilnahme am diesjährigen Fest vom 25. - 29. Juni sei schon fest in seiner Terminplanung und er freue sich schon jetzt auf den bevorstehenden Grenzbegang.
Zur Einstimmung auf das kommende Grenzgangfest wurde am Ende der Versammlung der 80minütige, von Rolf Zuppelli gedrehte Film des vergangenen Grenzgangfestes aus dem Jahr 2002 auf einer Großbildleinwand gezeigt.
Aktivitäten in 2008
Obstbaumschmitt mit NABU 2008
Mitglieder des Naturschutzbund (NABU) Ortsgruppe Lahntal und des Grenzgangverein Goßfelden haben in Zusammenarbeit am 16. Februar 2008 einen Baum- und Heckenschnitt in der Gemarkung “An der Fuchshecke” durchgeführt. Diese Arbeiten an der Streuobstwiese werden seit mehreren Jahren gemeinsam durchgeführt und dienen der Erhaltung der Obstbäume. Das Gelände wird am Samstag für den zweiten Tag des Grenzbegangs beim Grenzgangfest als Frühstücksplatz genutzt. Der Baumschnitt muss so frühzeitig durchgeführt werden um die Vogelbrut im Frühjahr nicht zu stören. Während der Mittagspause wurde eine anständige Brotzeit eingenommen welche von Mitgliedern des Grenzgangvereins organisiert wurde.
Jahreshauptversammlung 2008
Nach der musikalischen Begrüßung durch die Grenzgangmusikanten blickte die Vorsitzende Elke Wind auf ein Jahr mit vielen Aktivitäten zurück. Sie erinnerte in ihrem Bericht insbesondere an den kleinen Grenzbegang in Goßfelden und die Teilnahme am Grenzgang in Münchhausen sowie den eigenen Grenzgang im Jahr 2009. Inzwischen haben sich die zehn der im November letzten Jahres gewählten Grenzgangausschüsse konstituiert und ihre Arbeit aufgeommen.
Den Vorsitz im Ausschuss Hupchen und Ausrufen hat Heinrich Jung, Schriftführer ist Johannes Mengel. Die weiteren Führungsduos sind: im Dorfschmückungsausschuss Rolf Bickhard und Tina Bickhard, im Fest- und Frühstücksplatzausschuss Bernhard Groß und Oliver Blöcher, im Festschriftenausschuss Heiko Schmidt und Anneliese Witzel, im Festzugausschuss Birgit Thom, Beate Dersch und Marita Kuhnigk, im Finanz- und Verpachtungsausschuss Joachim Kuhnigk und Klaus Luczak, im Grenzbegangsausschuss Oliver Blöcher und Bernhard Groß, im Verkehrsausschuss Wilfries Lies und Thorsten Möschet, im Werbe- und Presseausschuss Heiko und Katja Friedrich, bei den Grenzgangmusikanten Hans-Peter Hahn und Dagmar Becker.
Wichtige Termine für das Jahr 2008 sind die Tagesfahrt am 31. Mai in die Wittgensteiner Schweiz, die Teilnahme am Dämmerschoppen der Grenzgangmusikanten am 27. Juli und die Teilnahme am Grenzgangfest in Wetter. Der Grenzgangverein wird beim Grenzbegang am Samstag, 9. August, als auch am Festzug am Sonntag, 10. August, dabei sein. Am Samstag ist die Grenzgangverein Goßfelden an der Theke für die Bewirtung aller teilnehmenden Grenzgangvereine zuständig.
Aktivitäten in 2007
Grenzgang-Informationsabend am 21.11.2007
580 Tage vor dem Beginn des neunten Grenzgangfestes, welches vom 25.-29.06.2009 stattfindet, kamen ca. 100 Mitglieder des Grenzgangvereins in der Lahnfelshalle zusammen, um die zehn Ausschüsse zu besetzen, die sich mit der Vorbereitung und Durchführung des Festes befassen sollen.
Zur Einstimmung diente ein Diavortrag von Karl-Heinz Görmar, welcher Dias des verstorbenen Mitglieds Konrad Tönges, der bereits das erste Grenzgangfest 1953 dokumentierte, zeigte. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den Grenzläufern sowie den Grenzgang-Festzügen. Zu diesen gehören historische Gruppen wie Franken, Römer, die heilige Elisabeth, Wiegand Orth, die Brüder Grimm, Pfarrer Bang und Familie, Achim und Bettina von Arnim, daneben Märchendarstellungen und Handwerks- sowie Alltagsszenen.
Görmar erklärte, dass sich die Festschrift diesmal mit den einzelnen Gruppen des Festzuges befassen soll. Dafür würden noch Fotos gesucht. Wer solche Aufnahmen besitzt, wird gebeten, sie zur Verfügung zu stellen.
Als Dank für den gelungenen Vortrag überreichte die erste Vorsitzende, Elke Wind, K.-H Görmar und dem Ehrenvorsitzenden Heinrich Jung, die ersten neu angeschafften Grenzgangmützen, die von nun an die Vereinskleidung komplettieren und über den Vereinsvorstand bezogen werden können.
Die weiteren Ausschüsse, die besetzt werden mussten und bei denen die Vereinsvorsitzende Elke Wind zum Teil auf die Mitglieder des vorangegangenen Festes zurückgreifen konnte, sind der Finanz- und Verpachtungsausschuss, der Werbe- und Presseausschuss, der Festzugsausschuss, der Dorfausschmückungsausschuss, der Verkehrsausschuss, der Fest- und Frühstücksplatzausschuss und der Grenzbegangsausschuss sowie die Grenzgangmusikanten. Neu ist der Ausschuss „Hupchen und Ausrufen“, der die Hupchenliste erstellen und die Grenzläufer bei der Personensuche auf den beiden Frühstücksplätzen unterstützen und die Personen ausrufen soll, die über den Grenzstein gehoben werden sollen. Außerdem wurde der Vorschlag in den Raum gestellt, dass verschiedene Vereine „Patenschaften“ für einzelne Zugnummern beziehungsweise Motive übernehmen könnten.
Insgesamt 91 Mitglieder ließen sich in die Ausschüsse wählen, aber die Zahl der Ausschussangehörigen und Helfer wird im Laufe des kommenden Jahres noch um einiges steigen. Nichts ändern wird sich bei den Grenzläufern. Mario Möschet, Jörg Schmidt und Stefan Boßhammer, die diese Aufgabe seit 1995 übernommen haben.
Jahreshauptversammlung 2007
Bei der Jahreshauptversammlung, die am 16. März 2007 stattfand, berichtete die erste Vorsitzende Elke Wind, von insgesamt 43 Terminen die sie zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern im vergangenen Jahr wahrnahm.
Im Vordergrund standen hier die beiden Grenzgangfeste in Buchenau und Wollmar, sowie eine Hochzeit und ein Diaabend im Februar, auf dem Dias aus längst vergangenen Tagen gezeigt wurden.
Elke Wind berichtete auch, dass die Vorbereitungen für das Grenzgangfest in 2009 bereits
angelaufen seien. Auch wurden neue Poloshirts für den Verein angeschafft und neue Vereinswesten sind schon in Arbeit. Der Verein wird sich auch beim Frühjahrsputz „Sauberes Lahntal“ und am Grenzgangfest in Münchhausen beteiligen. Wind lud die Anwesenden zum kleinen Grenzbegang im Juni ein, bei dem auch den Neubürgern von Goßfelden schon mal gezeigt werden soll was Grenzgang ist.
Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Dieter Kamolz, Helmut Witzel und Konrad Groß mit der silbernen Vereinsnadel geehrt.
Diaabend mit Karl-Heinz Görmar 
Am Freitag den 2. Februar 2007 veranstaltete der Grenzgangverein Goßfelden im Joh.-Heinrich-Chr.-Bang-Haus, ein Diaabend mit Dias des früheren Rektors der Otto-Ubbelohde-Schule, Konrad Tönges, aus den 50er, 60er und 70er Jahren.
Viele damalige Schülerinnen, Schüler und Einwohner konnten sich auf den Bildern wiederfinden. Auf einigen Dias konnte man auch ältere Ortsansichten von Goßfelden sehen, außerdem waren Dias vom Grenzgangfest 1953 dabei.
Vereinsmitglied Karl-Heinz Görmer führte durch den gelungenen Abend, zu dem ca. 60 Zuschauer kamen.
Im Anschluss an die Veranstaltung bedankte sich die erste Vorsitzende des Grenzgangvereins, Elke Wind, bei Herrn Görmar mit einem kleinen Präsent.
Aktivitäten in 2006
Grenzgangfest in Buchenau 2006
Zum Grenzbegang in Buchenau mussten wir schon sehr früh aufstehen. Morgens um 6 Uhr begann nämlich schon das Antreten und Melden der einzelnen Burschen- und Mädchenschaften, sowie der Grenzganggesellschaften und Vereine. Dieses Buchenauer Zeremoniell war für uns ein interessantes und beeindruckendes Erlebnis. Auch der Abmarsch zum Grenzbegang verlief in sehr geordneter, militärischer Weise in Reih und Glied sowie im Gleichschritt. Der Buchenauer Grenzverlauf gehört topographisch gesehen nicht zu den leichtesten. Zum einen ist die Grenze sehr lang zum anderen auch sehr steil und abschüssig, wie man auf einem der unteren Fotos sehr gut erkennen kann. Auf dem Frühstücksplatz war dann auch alles anders als man es von anderen Grenzbegängen gewohnt ist. Jede Gesellschaft hatte ihre eigene Theke an der sie sich mit Getränken versorgte und Sitzgelegenheiten gab es auch nicht. Alles fand im Stehen statt oder man musste sich auf dem Waldboden oder auf der angrenzenden Wiese niederlassen. Dies tat aber der Stimmung keinen Abtrag. 
Der Festzug am Sonntag fand, wie fast immer, bei größter Hitze (ca. 30°C im Schatten) statt. Alle von uns im Vorfeld mitgebrachten Getränke hatten wir schon während der Aufstellung des Festzuges aufgebraucht. Zum Glück wurden wir aber während des Festzuges von den Bewohnern und Zuschauern bestens mit Getränken versorgt. Der Festzug verlief reibungslos und ohne größere Anstrengungen. Im Anschluss trafen wir uns im Festzelt um noch ein paar fröhliche Stunden zu verbringen
Grenzgangfest in Wollmar 2006
Der Grenzbegang in Wollmar war endlich mal nicht so anstrengend wie all die anderen Grenzbegänge. Das Gelände war flach, der Weg kurz und das Wetter top. Das einzige Mal steil wurde es, als wir eine Böschung an der Grenze zu Frohenhausen überwinden mussten. Aber das war locker zu verkraften. Auf dem Frühstücksplatz, den wir schnell erreicht haben, war dann alles wie gewohnt. Es gab reichlich Sitzplätze, für das leibliche Wohl war ordentlich gesorgt und die Stimmung gut. Eine Besonderheit beim Wollmarer Grenzgang ist, dass man nicht über dem Grenzstein gehupcht (gehoben) wird, sondern darauf gestellt wird und einen Schnaps zu sich nehmen muss. 
Der stehende Festzug am Sonntag war meiner Ansicht nach ein voller Erfolg für den Wollmarer Grenzgang. Zig Tausend Besucher flanierten durch die Straßen Wollmars und bestaunten die ca. 60 Stände die unter dem Motto „Ein Dorf im Wandel der Zeit – von der Tracht zum Tellerrock“ standen. Auch das Schauspiel über die Entstehung Wollmars war ein voller Erfolg und an Professionalität wohl kaum zu übertreffen. Im Anschluss ging es dann in einem gemeinsamen Festzug aller Beteiligten ins Festzelt um ausgelassen zu feiern.
Jahreshauptversammlung 2006
Die Jahreshauptversammlung des Grenzgangverein Goßfelden e.V. wurde traditionsgemäß von den Grenzgangmusikanten eröffnet.
Nach der Begrüßung und dem Totengedenken berichtete der Vereinsvorsitzende Heinrich Jung, vor den rund 80 anwesenden Mitgliedern in seinem Jahresbericht, dass der Verein auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken kann. Er berichtete unter anderem über die Teilnahme am Obstbaumschnitt in Zusammenarbeit mit dem NABU, über den Frühjahrsputz der Gemeinde Lahntal, den Strapazen beim Biedenköpfer Grenzbegang, unserer Herbstfahrt in die Rhön und dem Vorstandstreffen der Grenzgangvereine welches diesmal von unserem Verein ausgerichtet wurde.
Am Ende seiner Rede fügte der Vorsitzende Heinrich Jung an, dass dies sein 24. Jahresbericht und auch sein letzter Jahresbericht sei. Nach 30 Jahren Vorstandsarbeit, davon über 24 Jahre als 1. Vorsitzender, sei es nun an der Zeit dieses Amt Jüngeren zu überlassen. Er dankte in seiner Rede allen für die hervorragende Zusammenarbeit und zeigte sich erfreut darüber, dass es im Gegensatz zu anderen Vereinen in unserem Verein genügend jüngere Leute gibt, die auch dazu bereit wären die Verantwortung für unseren Verein zu übernehmen und Vorstandsarbeit zu leisten. 
Im Anschluss folgten Vorstandswahlen, die von Heinrich Ebert geleitet wurden. Elke Wind erklärte sich dazu bereit den Vorsitz für den Grenzgangverein zu übernehmen. Sie wurde von den Stimmberechtigten Vereinsmitgliedern einstimmig zur ersten Vorsitzenden gewählt.
Nach den Wahlen gratulierte der ausscheidende Vorsitzende Heinrich Jung der neuen Vorsitzenden, Elke Wind, zu ihrem verantwortungsvollen Amt und scherzte: „das er davon ausgehe das sie den Verein auch die nächsten 30 Jahre führt“. 
Der neu gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzende: Elke Wind, Stellvertreter: Rolf Bickhard; Kassierer: Joachim Kuhnigk, Stellvertreterin: Nicole Blöcher; Schriftführerin: Heike Schmidt, Stellvertreterin: Claudia Schmidt; Beisitzer: Beate Dersch und Holger Bosshammer; Pressewart: Heiko Friedrich, Stellvertreter: Heiko Schmidt.
Unter Punkt 10 der JHV wurden folgenden Mitgliedern die silberne Vereinsnadel für 25-jährige Mitgliedschaft übereicht: Dr. Gerd Bosshammer, Achim Batz, Gotthard Briel, Hannelore Chenzinski, Ernst Dittmar, Heinz Ebert, Renate Ebert, Gerhard Götz, Hans Greger, Ulrike Groß, Heinrich Grebe, Anita Geil, Charlotte Hamm, Kurt Holz, Manfred Isenberg, Sieglinde Kamolz, Erika Köster, Hilde Lotz, Johanna Möschet, Helga Muth, Käte Machts, Brunhilde Opper, Martina Schlennstedt, Heinrich Pinschmidt, Edith Schmidt, Hans-Dieter Schmidt, Klaus Schmidt, Werner Schmidt und Paul Wolf.
Am Ende der Jahreshauptversammlung hielten die Vorstandsmitglieder noch eine Überraschung für ihren ehemaligen Vorsitzenden bereit. Die neue Vorsitzende Elke Wind dankte Jung für seine unermüdliche Vorstandsarbeit und als ihre erste Amtshandlung überreichte sie ihm die Urkunde mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Grenzgangvereins Goßfelden.
Anschließend folgte eine mit Musik untermalte Diashow, die von Pressewart Heiko Friedrich gestaltet wurde. Sie zeigte Bilder, die auf eine große Leinwand Projiziert wurden, mit einigen Höhepunkten aus der Vorstandstätigkeit von Heinrich Jung.
Auch ein Präsentkorb mit vielen Leckereien wurde ihm von Claudia Schmidt und Heike Schmidt überreicht. Der Stellvertretende Vorsitzende, Rolf Bickhard, dankte Jungs Ehefrau, Hiltraud Jung, mit einem Strauß Blumen dafür, dass Sie ihren Mann über Jahrzehnte hinweg unterstützt hat.
Zum Abschluss des Berichtes möchte ich hier noch einige Höhepunkte des Wirkens von Heinrich Jung aufführen:
1976 Gründungsmitglied des Grenzgangvereins und zweiter Schriftführer im Vorstand. Kurz darauf erster Schriftführer.
1982 Am 12.02.1982 wurde H. Jung zum ersten Vorsitzenden gewählt.
1985 Fahnenweihe der neuen Vereinsfahne des Grenzgangvereins.
1988 Grenzgangfest bei dem der neue Frühstücksplatz „auf der Trift“ eingeweiht wurde.
1991 Bau des Dorfplatzes im geschichtsträchtigen Teil von Goßfelden neben alter Brücke und Gerichtslinde mit einem Geschichtsstein, auf dem die erste urkundliche Erwähnung von Goßfelden (goszfelden a.d. 850) und die vergangenen Grenzgangfeste eingemeißelt sind.
1992 Einweihung der vom Grenzgangverein gespendeten Gedenkplatte zu Ehren von Maler Otto Ubbelohde auf den Dorfplatz.
1994 Mitinitiator bei der Gründung einer Vereinseigenen Musikkapelle „Die Grenzgangmusikanten“. Mittlerweile sind diese aus rechtlichen Gründen ein eigenständiger Verein.
1995 Grenzgangfest bei dem unter anderem ein wieder gefundener historischer Grenzstein aus dem 17. Jahrhundert an der Grenze zu Michelbach neu gesetzt wurde.
2001 Setzung von zwei neuen Grenzsteinen an der Grenze zu Marburg-Wehrda um die Grenze zu Goßfelden zu verdeutlichen weil hier von der Stadt Marburg, trotz Widerstandes der Goßfelder Bevölkerung, Windräder errichtet werden sollten (mittlerweile sind).
2002 Das wohl erfolgreichste Grenzgangfest der Nachkriegsgeschichte unter seiner Leitung.
Grenzgangfeste in Goßfelden unter Heinrich Jung: 1988, 1995 und 2002
Heinrich Jung war vom 12.02.1982 bis zum 10.03.2006 erster Vorsitzender des Vereins (fast 25 Jahre oder 8793 Tage) und von 1976 – 2006 Vorstandsmitglied im Grenzgangverein Goßfelden (30 Jahre).
Autofreier Sonntag 2006
Am 27. Mai 2006 fand entlang der Lahn, von Biedenkopf bis Wetzlar und somit auch in unserer Gemeinde, der autofreie Sonntag statt. Am Rande dieser Strecke hatten diverse Firmen und Vereine die Möglichkeit sich zu präsentieren. Die Grenzgangmusikanten und der Grenzgangverein nutzten diese Möglichkeit und veranstalteten in Kooperation auf dem Parkplatz eines an der B62 in Goßfelden gelegenen Geschäftes ein musikalisches Ivent.
Die vielen vorbeikommenden Radfahrer und Besucher konnten sich bei Bratwurst, Kaffee und Kuchen sowie reichlich Erfrischungen in einem extra für diese Veranstaltung von uns organisierten Festzelt stärken und sich an dem Musikprogramm der Grenzgangmusikanten erfreuen.
Aktivitäten in 2005
Vorstandstreffen der Grenzgangvereine in Goßfelden
Die Vorstände der Grenzgangvereine aus Biedenkopf, Münchhausen, Wollmar, Buchenau, Goßfelden und Wetter kamen am 26. November 2005 in Goßfelden zusammen. Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Vorsitzende Elke Wind liefen die Mitglieder der Grenzgangvereine auf den Spuren von Otto Ubbelohde durch den Ort. Die Führung übernahm Karl-Heinz Görmar (auf dem Foto links) und die ungefähr 60 Vorstandsmitglieder der befreundeten Vereine folgten ihm zu verschiedenen Gebäuden, die mit Ubbelohde in Verbindung stehen oder auf Zeichnungen des Malers wieder zu finden sind. Auch das Grab von Ubbelohde und seiner Frau sowie das Ubbelohde-Haus und dem dort befindlichen Museum mit Werken des Künstlers wurden besucht. Die Führung im Otto-Ubbelohde-Museum übernahm Brigitte Ubbelohde-Döhring, die Großnichte von Otto Ubbelohde, die heute im alten Wohnhaus des bekannten Malers wohnt. Das Treffen aller sechs Grenzgangvereine fand zum dritten Mal statt. Die Vorstandsmitglieder sollen bei diesen treffen Kontakte knüpfen und sich näher kennen lernen um zu wissen wer im Einzelnen in den Vorständen der anderen Grenzgangvereine tätig ist. Nach dem Rundgang unterhielten die Grenzgangmusikanten Goßfelden die Grenzgänger in der Lahnfelshalle und sorgten für ein stimmungsvolles Ausklingen des Treffens.
Herbstfahrt in die Rhön zur Wassekuppe und zum Kloster Kreuzberg
Im Gegensatz zu unserer letzten Herbstwanderung hatten wir in diesem Jahr mit dem Wetter so richtig Glück. Es hätte nicht besser sein können. Trocken, super sonnig und richtig warm. Los ging es morgens um 9 Uhr mit dem Bus in Richtung der 950m hoch gelegenen Wasserkuppe, die wir nach ca. zweieinhalb Stunden erreichten. Hier hatten wir diverse Möglichkeiten unsere Freizeit zu gestalten. Man konnte mit der Sommerrodelbahn fahren, das Deutsche Fliegerei Museum besuchen, Militärische Abhöreinrichtungen besichtigen, den vielen Hobbyfliegern bei ihren Flugkünsten zuschauen, Andenken einkaufen und natürlich die unendlich weite Aussicht über die Rhön genießen.
Nach 1,5 Stunden ging es dann mit unserem Bus weiter, in das ca. 20 km entfernte Kloster
Kreuzberg. Jetzt gab es endlich diesen leckeren, von Mönchen gebrauten Gerstensaft, wegen dem wir eigentlich in die Rhön gefahren sind. Bei herrlich warmen Wetter wurde in gemütlicher Runde unter freiem Himmel das ein oder andere Becherchen getrunken, das Mittagessen eingenommen und ein paar schöne Stunden verbracht.
Diejenigen die noch gut zu Fuß waren konnten über ein paar Treppenstufen die 928m hoch gelegene Spitze des Kreuzberges erklimmen und sich an einem wunderbaren Blick ins Tal erfreuen.
Grenzgang Biedenkopf 2005
Unser Verein hat am Samstag an der Grenzbegehung teilgenommen. Der Biedenköpfer Grenzgang wird, im Gegensatz zu den anderen Grenzganggemeinden, in völlig anderer Form veranstaltet. Schon morgens um 5.30 Uhr sind wir mit dem Bus, zusammen mit den Wetteraner Grenzgängern, auf den Marktplatz nach Biedenkopf gefahren. Hier konnten wir die morgendliche Zeremonie des Antretens und Meldens der einzelnen Grenzganggesellschaften (Burschenschaften) verfolgen. Hierbei konnte man deutlich Militärische Züge erkennen, die uns schon irgendwie beeindruckten. Um ca. 7 Uhr ging es dann daran die Grenze abzuschreiten. Anfänglich war das alles kein Problem. Es war schön trocken, flach und die Wege waren auch befestigt. Dies sollte sich aber schnell ändern. Wir arbeiteten uns an Gebirgszügen hoch an denen selbst die sportlichsten Grenzgänger an ihre Leistungsgrenzen herangeführt wurden.
Hinzu kam auch noch, dass es über Nacht geregnet hatte und der Waldboden sehr aufgeweicht und schlammig war. Jeder hatte das Gefühl, dass dieser Grenzbegang niemals enden würde. Aber dies war nur ein Gefühl. Um kurz vor 10 Uhr erreichten wir dann den Frühstücksplatz auf dem man sich, wegen der guten Übersichtlichkeit, einen ersten Eindruck von den vielen tausend Grenzgängern machen konnte die mitgelaufen waren. Die Bewirtschaftung auf dem Frühstücksplatz war auch hervorragend gelöst, so dass man nirgends lange Wartezeiten in Kauf nehmen musste. Für die Grenzgangvereine war eine eigene Theke eingerichtet, an der man sich mit einem vorher verteilten, aus dem Urlaub bekannten, al inklusive Bändchen bedienen konnte. Alles in allem verbrachten wir hier einen feucht-fröhlichen Morgen bis dann um 13 Uhr zum Abmarsch geblasen wurde.
Jahreshauptversammlung 2005
Die diesjährige Jahreshauptversammlung wurde traditionsgemäß von den Grenzgangmusikanten, mit einigen Musikstücken aus ihrem Repertoire, eröffnet. 
Wie der Vereinsvorsitzende Heinrich Jung in seinem Jahresbericht vor den 62 anwesenden Vereinsmitgliedern mitteilte, kann der Verein auf ein insgesamt ruhiges Jahr zurückblicken. Hauptsächlich wurde sich um interne Vereinsarbeit gekümmert. Es wurde unter anderem ein Kooperationsvertrag mit den Grenzgangmusikanten geschlossen, eine beachtliche Anzahl an Kostümen aus einem Kasseler Kostümfundus gekauft und eine Spende über 3000 Euro zur Entfernung der störenden Stützen im Banghaus geleistet.
Auch an zwei Festzügen, dem Kreisfeuerwehrtag in Michelbach und der 750-jahrfeier der Stadt Biedenkopf, präsentierte sich der Verein mit einem Motivwagen. Die Teilname am Obstbaumschnitt in Zusammenarbeit mit dem NABU Lahntal und der Frühjahrsputz der Gemeinde Lahntal gehören mittlerweile schon zum Standartprogramm.
In der JHV wurden Anna-Katharina Naumann, Wilhelm Beilborn und Alfred Eucker für ihre herausragende Vereinsarbeit zu Ehrenmitgliedern ernannt. 
Für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft wurde den Mitgliedern Eckehard Bliss, Dagmar Becker, Gertrud Borke, Irmgard Bickhard, Johannes Fey, Hannelore Feiler, Inge Grundel, Anneliese Greif, Katharina Greif, Hiltraud Jung, Willi Kahler, Johannes Katzer, Marlies Kemper, Margret Mengel, Anna Moog, Ute Otto, Alois Prexler, Irma Prexler, August Schneider, Bernd Schneider, Elfriede Schneider, Karl Schwalm, Rosemarie Schwalm, Birgit Thom, Jürgen Thom, Burkhard Timmermann, Angela Timmermann und Anneliese Witzel die silberne Vereinsnadel überreicht.
Aktivitäten in 2004
Grenzgangmusikanten und Grenzgangverein Kooperieren
Goßfelden. Nachdem sich die Grenzgangmusikanten Goßfelden und Grenzgangverein trennten schlossen sie jetzt einen Kooperationsvertrag. 
Bereits im Januar 2004 trennten sich der Grenzgangverein Goßfelden e.V. und die Grenzgangmusikanten Goßfelden aus vereins- und steuerrechtlichen Gründen. Wie der Vorsitzende der Grenzgangmusikanten, Hans-Peter Hahn, damals schon mitteilte, soll um die Ursprüngliche Verbundenheit beider Vereine zu verdeutlichen, ein Kooperationsvertrag geschlossen werden.
Am 14. Dezember 2004 war es dann so weit. Der gemeinsam ausgehandelte Kooperationsvertrag zwischen Grenzgangverein und Grenzgangmusikanten wurde von den Vereinsvorsitzenden, Heinrich Jung und Hans-Peter Hahn, sowie deren Stellvertretern, Konrad Bender und Rolf Bickhard unterzeichnet. Im Vertrag sind unter anderem die Pflege der Grenzgangstradition, die gegenseitige Unterstützung bei diversen Veranstaltungen, Stimmrechte und auch Kündigungsfristen geregelt. Auch soll es mindestens einmal im Jahr eine gemeinsame Vorstandssitzung geben.
Nach der Unterzeichnung hatte der Grenzgangverein Goßfelden die Vorstandsmitglieder beider Vereine zu einem gemütlichen Umtrunk eingeladen.
Anwesende Vorstandsmitglieder waren:
Für die Grenzgangmusikanten: Hans-Peter Hahn (Vors.), Konrad Bender (stellv. Vors.), Dagmar Becker (Schriftführerin), Stefan Bliß (Kassierer), Manfred Ludwig (Noten- u. Inventarwart).
Für den Grenzgangverein: Heinrich Jung (1. Vors.), Rolf Bickhard (stellv. Vors.), Joachim Kuhnigk (Kassenwart), Heike Schmidt u. Claudia Schmidt (Schriftführerinnen), Elke Wind u. Edwin Schmidt (Beisitzer), Heiko Friedrich u. Heiko Schmidt (Pressewarte).
Vorstandstreffen der Grenzgangvereine 2004 in Wetter
Die Vorstandsmitglieder des Grenzgangverein Goßfelden e.V. trafen sich am 23. Oktober 2004 beim traditionellen Vorstandstreffen der Grenzgangvereine in Wetter.
Treffpunkt für alle Grenzgangvereine war auf dem Marktplatz in Wetter. Dort wurden die Grenzgänger vom Vorsitzenden des Grenzgangvereins Wetter, Herrn Harald Günther, empfangen. Dieser lud alle ca. 150 anwesenden Grenzgänger zu einer Stadtführung, die von den beiden Stadt-Archivaren Hans-Uffe Boermar und Georg Brössel geleitet wurde, ein.
Die mehr als einstündige Führung startete auf dem Marktplatz und führte an der Stiftskirche, der Klosterbergschule, dem Diebesturm, der alten Synagoge und am historischen Brauhaus vorbei. Brössel und Boermar gaben allen Interessierten einen sehr interessanten Einblick in die Wetteraner Geschichte.
Nach der Stadtführung trafen sich alle in der Stadthalle Wetter zu einem deftigen Schlachteessen. Im Anschluss daran sorgte die Stadtkapelle Wetter für beste Unterhaltung.
Das nächste Vorstandstreffen wird am 26.11.2005 vom Grenzgangverein Goßfelden ausgerichtet
Herbstwanderung zur Gaststätte Kyffhäuser
Die diesjährige Herbstwanderung führte in die nähere Ungebung. Ziel war die Gaststätte Kyffhäuser in Cölbe. Um 10 Uhr trafen sich, bei leider nicht so schönem Wetter wie in den vergangenen Jahren, die wanderfreudigen Vereinsmitglieder am Dorfplatz in Goßfelden. Wegen der feuchten Großwetterlage wurde eine kürzere Wanderroute, als ursprünglich geplant, gewählt. Um 10.15 Uhr ging es dann los. 
Unsere Route führte uns durch Sarnau, am alten Sarnauer Sandbruch vorbei, die Rickshelle hinauf. Oben auf dem Plateau angekommen konnten wir, trotz des schlechten Wetters, eine recht gute Fernsicht genießen. Unser Ziel, die Gaststätte Kyffhäuser, hatten wir bereits um 11.30 erreicht. Eine Stunde früher als eigentlich geplant war. Hieran kann man aber sehen, daß die Grenzgänger, egal welchen alters, recht gut zu Fuß sind.
Durch unser frühes Erscheinen in der Gaststätte kam der Gastwirt personaltechnisch etwas ins Schleudern, was er aber ca. eine halbe Stunde später „wieder so ziemlich“ im Griff hatte. Nachdem wir unser vorab bestelltes Mittagessen eingenommen hatten, saßen wir noch bis zum späten Nachmittag in gemütlicher Runde zusammen in der viel gelacht wurde.
Aktionstag “sauberhaftes Lahntal”
Angesetzt war der Termin eigentlich schon für den 6. März 2004 aber Schneefall hatte das Müllsammeln an diesem Tag unmöglich gemacht. Am Samstag den 20.03.2004 war es aber dann so weit und der Aktionstag “sauberhaftes Lahntal”, der Gemeinde Lahntal und der
örtlichen Vereine, fand endlich statt. Unser Verein beteiligte sich an dieser Aktion mit ca. 15 Personen. Treffpunkt war um 9.00 Uhr an der alten Brücke in Goßfelden. Nach der Begrüssung durch den Ortsvorsteher, Wilfried Lies, welcher alle beteiligten Vereine im Namen der Gemeinde Lahntal begrüsste, wurden die einzelnen Abschnitte die es zu säubern galt eingeteilt. Der Reinigungsabschnitt des Grenzgangvereins war die südliche Grenze von Goßfelden. Vom Buchholz (Windkrafträder) über die Trift (unser Frühstücksplatz) bis hin zum Sarnauer Friedhof
wurde die Reinigung von uns übernommen. Leider wurde die Müllsammlung durch einsetzenden Regen und Sturmböen etwas ungemütlich. Aber nichts desto trotz haben wir uns bemüht so viel als möglich an Müll zu finden. Am Ende der Aktion kam trotz ungünstiger Witterungsbedingungen mehr zusammen, als wir erwartet hatten. Nachdem wir den eingesammelten Müll an der zentralen Sammelstelle auf dem Bauhof abgegeben hatten, trafen sich alle Beteiligten noch zu einem gemütlichen und fröhlichen Umtrunk. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Bratwurst am Ende der Veranstaltung von Herrn Matthias Noé, Inhaber des EDEKA aktiv Marktes in Goßfelden und die Getränke von der Gemeindeverwaltung Lahntal gestiftet wurden.
Grenzgangverein ehrt Mitglieder mit silberner Vereinsnadel und Präsent
Bei der Jahreshauptversammlung 2004 des Grenzgangverein Goßfelden e.V., die zum neunten mal von den Grenzgangmusikanten musikalisch begleitet wurde, berichtete der Vorsitzende, Heinrich Jung, nach dem Totengedenken und der Verlesung des Protokolls der letzten JHV, in seinem Jahresbericht unter anderem von der guten und harmonischen Zusammenarbeit des neuen Vorstandes der mittlerweile ein Jahr im Amt ist, den regelmäßigen Treffen der Spinnstube, dem aus versicherungstechnischen Gründen katalogisierten Kostümfundus, der Herbstfahrt nach Willingen und den vier als unzweckmäßig und störend empfundenen Pfosten im Heinrich-Bang-Haus. Zur Zeit sind, seitens der politischen Gemeinde und des Kirchenvorstandes, Planungen im Gange diese Pfosten durch Umbau zu entfernen. Der Grenzgangverein begrüßt dieses Vorhaben sehr und wird den Umbau finanziell unterstützen.
Herr Jung teilte der Versammlung auch mit, dass sich die Grenzgangmusikanten und der Grenzgangverein aus rechtlichen Gründen trennen mussten. Die Grenzgangmusikanten gründeten deshalb am 26. Januar 2004 einen eigenen Verein. Grenzgangverein und Grenzgangmusikanten wollen aber nach wie vor zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.
Hierdurch wurde auch eine Änderung der Satzung nötig. In §10 der Satzung wurde das Wort „Musikabteilung“ durch „Grenzgangmusikanten e.V.“ ersetzt und es wurde zusätzlich ein Ausschuss „Hupchen und Ausrufen“ mit aufgenommen. Unter Punkt acht der Tagesordnung waren Ehrungen vorgesehen. Es wurden folgende 22 Mitglieder für 25-jährige Mitgliedschaft mit der silbernen Vereinsnadel ausgezeichnet: Ulrich Arndt, Johannes Bockhorn, Andreas Dersch, Herbert Erwig, Elisabeth Gerlach, Günther Gerlach, Philipp Heldman, Jürgen Isenberg, Anni Klotz, Manfred Klotz, Ursula Köster, Kurt Latzko, Johanna Lohrbach, Walter Lohrbach, Alexander Michel, Helga Oberländer, Dieter Oberländer, Jakob Rüppel, Edgar Schmidt, Martin Schmidt, Brigitte Thiel und Franz Thiel.
Gegen Ende der Versammlung hielt der Vorsitzende, Heinrich Jung, für die ehemaligen Vorstandsmitglieder noch eine Überraschung bereit. Alle hier im Anschluss genannten Personen wurden für ihre langjährige Vorstandsarbeit geehrt:
Walter Lohrbach war vom 12.02.1982 bis 24.02.1989 erster Schriftführer und vom 23.02.1996 bis 24.03.2000 stellvertretender Kassierer. Heinrich Schmidt war vom 24.02.1989 bis 24.03.2000 als Beisitzer tätig. Beide waren 11 Jahre Mitglied im Vorstand. Vom 24.02.1989 bis 21.02.2003 waren Anneliese Witzel für das Amt der Schriftführerin und Johannes Mengel für das Amt des ersten Kassierers zuständig. Sie waren 14 Jahre für den Vereinsvorstand tätig. Heinz Greif war als erster Beisitzer im Vorstand vom 12.02.1982 bis 21.02.2003 tätig, ganze 21 Jahre. Heinrich Ebert war vom 06.11.1976 bis 25.01.1980 Beisitzer und vom 25.01.1980 bis 21.02.2003 stellvertretender Vorsitzender beim Grenzgangverein. Heinrich Ebert kann auf sage und schreibe 27 Jahre Vorstandsarbeit im Grenzgangverein Goßfelden zurückschauen!
In seiner Rede dankte der Vereinsvorsitzende, Heinrich Jung, den ehemaligen Vorstandsmitgliedern für ihr ehrenamtliches und unermüdliches Engagement welches sie über Jahre hinweg ausgeübt haben. Allen ehemaligen Vorstandsmitgliedern überreichte er als kleines Dankeschön ein Buch des Malers Otto Ubbelohde mit Zeichnungen aus dem Lahntal und den mittelhessischen Gebirgslandschaften.
Aktivitäten in 2003
Grenzgangvorstände trafen sich in Wollmar
Zu ihrem schon traditionellen Vorstandstreffen trafen sich am Samstag den 11.10.2003 die Vorstandsmitglieder der Grenzgangvereine Biedenkopf, Buchenau, Goßfelden, Wetter und Wollmar. 
Diese im jährlichen Wechsel stattfindenden und zur Tradition gewordenen Vorstandstreffen der Grenzgangvereine dienen dem Zweck, sich näher kennen zu lernen und sich über die Vereinsarbeit der einzelnen Grenzgangvereine auszutauschen. Diesmal hatte der Vorstand des Grenzgangverein Wollmar zu diesem Treffen geladen.
Nach der Begrüßung des Vorsitzenden des Grenzgangverein Wollmar, Willi Kahler, gab es für die sechzig Anwesenden erst mal ein deftiges Mittagessen bestehend aus Sauerkraut, Kartoffeln, Schinkenbraten oder Schweinshaxen. Die Vorstandsmitglieder wurden aber nicht nur kulinarisch sondern auch kulturell verwöhnt. Begonnen wurde mit der Gitarrengruppe Wollmar, die das Wollmarer Grenzganglied in professioneller Art präsentierte.
Auch Landrat Robert Fischbach und der Bürgermeister der Gemeinde Münchhausen, Peter Funk, ließen es sich nicht nehmen bei der Veranstaltung als Gast vorbei zu schauen. Hierbei haben sie sich über die Vereinsarbeit aller Grenzgangvereine informiert.
Am Nachmittag, nach Kaffee und Kuchen, spielte dann das „Duo Urgestein“ die sich auf die oberhessische Mundart spezialisiert haben und Lieder in "platt" mit eigenen Texten und Melodien vortragen, zum Tanz auf.
Kurz vor dem Abendessen nach Hausmannsart mit verschiedenen Brot-, Käse- und Wurstsorten stellte der Vorsitzende des Grenzgangverein Wollmar die acht neu gewählten Grenzgangburschen Christian Busch, Carsten Fabisch, Christoph Freiling, Daniel Holzapfel, Matthias Holzapfel, Michael Marburger, Benjamin Müller und Timo Rees vor, die von nun an den Grenzgangverein Wollmar und das Grenzgangfest im Jahr 2006 in Wollmar repräsentieren werden.
Herbstwanderung des Grenzgangvereins
Nach über zweijähriger Abstinenz, aufgrund der Vorbereitungen zum Grenzgangfest 2002, trafen sich am 14. September 2003 rund fünfundsechzig Mitglieder des Grenzgangverein Goßfelden zu ihrer allseits beliebten Jahreswanderung.
Dieses Mal zog es uns in die wunderschöne Hochheide nach Willingen. Am frühen Sonntag Morgen ging es, nach der Begrüßung unseres zweiten Vorsitzenden Rolf Bickhardt, mit dem Bus zur anderthalb stündigen Fahrt nach Niedersfeld am Fuß der Hochheide. Um punkt 10.30 Uhr starteten wir bei schönstem Wetter unsere ca. 7,5 Kilometer lange Wanderung den
Ettelsberg hinauf. Oben angekommen erstreckte sich das wunderschöne Panorama der Hochheide welches bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterließ. Unsere erste Rast machten wir auf der „Großen Grube“ in 800 Metern Höhe. Hier wurde das selbst mitgebrachte Frühstück verzehrt und das ein oder andere ”Hochprozentige” getrunken. Weiter ging es mit einem kurzen Umweg, weil man an einer Gabelung falsch abgebogen war, zu unserem Ziel der 838 Meter hoch gelegenen Ettelsberghütte. Hier wurde zu Mittag gegessen und der Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein verbracht, wobei sich so mancher einen Sonnenbrand zugezogen hat. Etwas ungewöhnlich wurde auf der Ettelsberghütte das Menü „Erbsensuppe mit Bockwürstchen“ serviert, nämlich im Bierhumpen. Dieser Anblick war zwar etwas gewöhnungsbedürftig tat aber dem guten Geschmack der Erbsensuppe keinen Abtrag.
Am späten Nachmittag ging es dann per Sessellift hinunter nach Willingen. Hier fand zur Überraschung aller das jährliche Stadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag statt. Einige Mitglieder des Grenzgangvereins nutzten die Möglichkeit, um noch einige Besorgungen zu machen oder bei Musik im Festzelt noch ein paar Getränke zu sich zu nehmen.
Um 18.00 Uhr ging es leider wieder in Richtung Heimat. Unser Busfahrer „Alex“ brachte uns um 19.20 Uhr wieder sicher nach Goßfelden. Alles in allem war dieser Ausflug wieder eine gelungene Veranstaltung und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.
Kostümfundus wird katalogisiert
In einer der letzten Vorstandssitzungen wurde beschlossen den mittlerweile schon sehr beachtlichen Kostümfundus des Grenzgangverein Goßfelden zu fotografieren und zu katalogisieren.
Die Vereinsmitglieder Elke Wind, Marita Kuhnigk, Nicole Groß, Heike Schmidt und Heiko Schmidt haben sich bereiterklärt diese Aufgabe in Angriff zu nehmen. Hierfür müssen ca. 450 Kostüme fotografiert, nummeriert und beschrieben werden.
Als Modelle dienen zwei Schaufensterpuppen, eine männlich die andere weiblich, die freundlicherweise von der Firma Modehaus Maus aus Stadtallendorf zur Verfügung gestellt worden sind.
Bei ihrem ersten Treffen stellte sich jedoch sehr schnell heraus, dass das Ankleiden einer Schaufensterpuppe nicht so einfach ist wie es den Anschein hat. Denn so eine Schaufensterpuppe ist lange nicht so gelenkig wie ein Mensch.
Nach einigen Trockenübungen bekam man dieses Problem aber in den Griff. Teamleiterin Elke Wind sagte hierzu: „Wir sind jetzt schon ein eingespieltes Team, was es betrifft Schaufensterpuppen zu zerlegen, damit sie in die Klamotten passen“.
Nachdem alle Kostüme fotografiert sind, werden sie zu einzelnen Gruppen, je nach dem was dargestellt werden soll, zusammengefasst z.B. die Gruppen „Besuch im Pfarrhaus“, „Die Brüder Grimm“ oder „Besuch bei Ubbelohde“.
Alle Aufzeichnungen werden in moderner digitaler Technik gemacht, damit man auch für die Zukunft verwertbare Daten zu Verfügung hat.
Grenzgangverein kauft über 60 Kostüme aus Kasseler Kostümfundus
Das ehemalige Vorstandsmitglied, Heinz Greif, bekam einen Tipp aus Kassel, dass der dortige Kostümfundus, aus dem sich der Grenzgangverein über Jahre hinweg einen Teil seiner Kostüme für den historischen Teil des Festzuges beim Grenzgangfest ausgeliehen hatte, aufgelöst werden soll. Er teilte dies dem Vereinsvorstand mit, welcher auch nicht lange zögerte und sofort Kontakt mit der dortigen Verwaltung herstellte und einen Ortstermin ausmachte.
Nach Durchsicht der Kostüme wurden über 60 Kostüme von den vor Ort anwesenden Vereinsmitgliedern Elke Wind, Hiltraut Jung, Margret Mengel, Heinrich Jung, Johannes Mengel, Heinz Greif und Siegfried Kuhnigk aus dem Kasseler Fundus ausgewählt. Die Kostüme werden unter anderem für die Darstellung von Ortsdiener, Nachtwächter, Herold, die Pest, Ordensritter, Bonifatius, Römer, Franken und Germanen benötigt.
Der Kostümfundus des Grenzgangvereins umfasst mittlerweile über 450 Kostüme und ca. 500 Zubehörteile, so dass der neue Lagerraum im Heinrich-Bang-Haus schon wieder aus allen Nähten platzt.
Um bei so vielen Kostümen noch die Übersicht zu behalten, wurde es nötig, die Kostüme zu Nummerieren. Um eine Nummer und ein Vereinslogo einzunähen, trafen sich in regelmäßigen Abständen zwei bis acht Frauen aus der Spinnstube, welche eine Unterabteilung des Grenzgangverein Goßfelden ist.
Die fleißigen Näherinnen aus der Spinnstube waren: Margret Plomer, Margret Mengel, Helga Schmidt, Marie Wege, Helga Ellerich, Margret Peter, Anna Moog, Hiltraud Jung, Anneliese Greif, Inge Mangelsdorf, Elisabeth und Katharina Kuhnigk. Organisiert und geleitet wurde das Ganze von Elke Wind.
Von den Näherinnen wurden aber nicht nur Nummern und Logo eingenäht sondern auch einige Schäden an den einzelnen Kostümen ausgebessert.
Vereinsschießen im Schützenhaus Göttingen
Zu einem Wettschießen der Vereine aus dem unteren Lahntal (Goßfelden, Sarnau, Göttingen) hatte der Schützenverein Göttingen eingeladen. Mit einer Damen- und zwei Herrenmannschaften trat unser Verein am 06.05.2003 im Schützenhaus Göttingen an und erreichte gute Ergebnisse. Bei der Abschlußfeier und Siegerehrung am 17.05.2003 ging die Damenmannschaft als Sieger hervor und der Erfolg wurde ordentlich gefeiert. Dabei erwies sich der Schützenverein Göttingen als hervorragender Gastgeber. Es wurde allgemein der Wunsch geäußert das ein Wettschießen der Vereine wiederholt werden sollte.
Aktivitäten in 2002
Bericht zum Grenzgangfest 2002
Liebe Grenzgangsfreunde, 
nach einer über zweijährigen Vorbereitungszeit, verbunden mit viel Arbeit und Mühe, sehnten wir nun alle das Grenzgangfest, das in der Zeit vom 15. bis 19. August 2002 stattfand, herbei. Dabei schien uns das Wetter trotz Pendel und Blick in die Sterne noch wenige Tage vor dem Fest nichts Gutes zu bescheren, denn Regen war an der Tagesordnung. Aber wie schon so oft wendete sich die Witterung und wir bekamen ein Festwetter, wie es besser nicht sein konnte.
Heute kann ich Ihnen mit großer Freude und Genugtuung von einem überaus gelungenen und in jeder Hinsicht erfolgreichen Grenzgangfest 2002 berichten.
Hatten wir beim Grenzgangfest 1995 schon gesagt, dies sei das bisher größte gewesen, so konnten wir jetzt feststellen, dass 2002 alle bisherigen Grenzgangfeste übertroffen hat.
Lassen Sie mich nun zu dem Fest im allgemeinen und den einzelnen Festtagen einiges berichten.
Im Vorfeld haben Werbe- und Presseausschuss mit wirkungsvollen Aktionen, einem bestens gelungenen Internetauftritt und einer noch nie da gewesenen, hervorragenden und umfangreichen Pressearbeit wertvolle Öffentlichkeitsarbeit geleistet und auch den Festschriftausschuss beim Einholen von Anzeigen tatkräftig unterstützt.
Die neu aufgelegte Festschrift aus dem Jahre 1953 war rechtzeitig zum Grenzgangfest fertig und ist von den Ausschussmitgliedern sorgfältig überarbeitet und so aufbereitet worden, dass erhebliche Kosteneinsparungen beim Druck zu verzeichnen waren. Das Buch stellt einen bleibenden Wert dar und wird die folgenden Grenzgangsgenerationen über die nächsten fünf Jahrzehnte begleiten. Es ist deshalb gut, dass noch reichlich Festschriften vorhanden sind.
Aufgrund der sehr guten Erfahrungen beim Grenzgangfest in 1995 hatten wir wieder die ortsansässige Firma Henry Traber und Sohn als Generalpächter unter Vertrag und wir können auch diesmal nur bestes Lob aussprechen. Vom angemessenen Pachtpreis angefangen, über Zelte, Frühstücksplätze, Speisen und Getränke, egal was man nennen mag, alles war perfekt und hervorragend organisiert. Die Zusammenarbeit mit dem Fest- und Frühstücksplatzausschuss klappte bestens und auch für diesen Ausschuss kann man von hervorragend geleisteter Arbeit sprechen.
Dies gilt ebenso für die übrigen Ausschüsse wie: Festzugs-, Grenzbegangs-, Dorfausschmückungs-, Finanz- und Verpachtungs- und den Verkehrsausschuss. Alle acht Ausschüsse haben neben dem Festausschuss hervorragendes geleistet und ich möchte für den Vorstand an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Damen und Herren sagen.
Ein großer Teil der Goßfeldener Bevölkerung hat sich auch diesmal an den Vorbereitungen und am Fest selbst beteiligt. Jung und alt wirkten im Festzug mit und viele trugen ein historisches Kostüm. Zahlreiche Gebäude wurden instand gesetzt, Vorgärten toll bepflanzt und Häuser geschmückt. Es gab eine große Bereitschaft unter der Bevölkerung an Stelle einer Leihfahne eine eigene zu kaufen.
Nun ein paar Worte zu den einzelnen Festtagen.
Mit dem Treffen der örtlichen Vereine und der Bevölkerung an der Gerichtslinde begann am Donnerstag, den 15.08.2002 unser Fest. Der Gang zum Ehrenmal und die Gedenkfeier für die Verstorbenen und Gefallenen, Vermissten und Opfer von Kriegen und Gewalt wurde von einer großen Menschenmenge und zahlreichen Gästen begleitet, während Glockengeläut und Böllerschüsse den Beginn des Festes ankündigten. Die Feier am Ehrenmal wurde vom Posaunenchor und der Chorgemeinschaft musikalisch umrahmt und Pfarrer Hentschel aus Wehrda hielt eine beeindruckende Andacht.
Angeführt von den drei Grenzläufern und mit den Klängen der Grenzgangsmusikanten ging es dann zum Festplatz wo gegen 19 Uhr die offizielle Eröffnung des Festes erfolgte. 
Der Heimatabend wurde wieder von einigen örtlichen Vereinen und der Otto-Ubbelohde-Schule wirkungsvoll und ideenreich gestaltet und von Herrn Michael Immel moderiert. Mit einem Fackelzug zur historischen Brücke und mit musikalischer Begleitung der Grenzgangsmusikanten endete der Heimatabend erfolgreich.
Die Grenzbegänge am Freitag- und Samstagmorgen begannen mit einem musikalischen Weckruf durch die Niederkleiner Blaskapelle und der anschließenden Versammlung und Begrüßung der Bevölkerung und Gäste an der historischen Gerichtslinde. Danach erfolgte jeweils der Grenzbegang und die Rast auf den Frühstücksplätzen „Auf der Trifft“ und „An der Fuchshecke“. Die Zahl der Grenzgangsteilnehmer war an beiden Tagen überwältigend und nochmals höher als beim Grenzbegang 1995. Auf den Frühstücksplätzen spielten neben unseren Grenzgangsmusikanten, denen ich auch ein hohes Lob und einen großen Dank aussprechen möchte, weitere Kapellen und sorgten für die nötige Stimmung. Ausrufer, Grenzläufer und die Damen und Herren des Finanzausschusses hatten alle Hände voll zu tun. Der Freitagabend war von musikalischer Seite betrachtet, mehr für die Jugend gedacht. Die Gruppe „Die Spessarter“ spielte die Musik der 80er und 90er Jahre.
Am Samstag Abend sorgte die Gruppe „Bayern-Pop“ für ausgelassene Stimmung im Festzelt und es wurde auf Bänken und Tischen bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Der historische Festzug am Sonntag Mittag war wieder der absolute Höhepunkt und das Salz an der Suppe beim Grenzgangfest 2002. Mit annähernd 120 Gruppen und einer Gesamtlänge von ca. 3 km wurden uns aber auch Grenzen aufgezeigt die verdeutlichen, dass es nicht mehr werden darf. Eine hervorragende Organisation und tatkräftiger Einsatz vieler Frauen und Männer
um den Ausschussvorsitzenden Heinz Greif und die Mitglieder des Verkehrsausschusses sorgten für einen reibungslosen Verlauf des Festzuges und ließen die zahlreichen Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Die Entscheidung einen fahrenden Festzug zu machen, war absolut richtig. Knackpunkt nach dem Ende des Festzuges war wieder unser Festplatz der die vielen Mitwirkenden und Zuschauer kaum aufnehmen konnte. Hier hat unser Bürgermeister ja öffentlich beim Heimatabend versprochen bis zum nächsten Grenzgangfest im Jahr 2009 für einen neuen Festplatz zu sorgen und er ist z.Zt. mit den Gemeindegremien um eine Lösung bemüht. „Die Steigerwälder” sorgten am Sonntag Abend für die nötige Stimmung im Festzelt und spielten auch am Montag Morgen zum Frühschoppen auf.
Am Montag Abend spielten dann „Die Seenbachtaler“ die leider durch einen Unglücksfall auf unserem Festplatz auf ihren Sänger verzichten und kurzfristig für Ersatz sorgen mussten. Ausgezeichnete Stimmung und ein gut gefülltes Festzelt haben sicherlich dazu beigetragen, dass eine spontan gestartete Spendenaktion zu Gunsten der Flutopfer in den neuen Bundesländern zu einem großen Erfolg wurde. Auch unser Verein spendete aus dem zu erwartenden Festüberschuss, so dass am Ende die stolze Summe von 6.000,- Euro zusammen kam.
Über die gesamten Festtage war das Ehepaar Zupelli aus Wetter im harten Einsatz um für uns einen Grenzgangsfilm zu erstellen. In einer Uraufführung am 29.11.2002 verbunden mit einer Dankeschönfeier für alle Helferinnen und Helfer beim Grenzgangfest 2002, konnten wir das Ergebnis ihrer Arbeit bewundern. Es wurden 135 Videofilme und 38 DVD‘ s verkauft und der Bestand ist vollkommen vergriffen.
Meine Damen und Herren, ich habe mich bemüht Ihnen nochmals die Grenzgangstage in Erinnerung zu rufen. Ich möchte mich nochmals bei allen die zu diesem erfolgreichen Fest, in welcher Form auch immer mitgewirkt haben, recht herzlich bedanken! Bewusst habe ich auf die Herausstellung einzelner Personen verzichtet die sicherlich besondere Verdienste um dieses Fest erworben haben. Ein solches Fest ist nur in gemeinsamer Arbeit und mit dem Einsatz vieler engagierter Mitglieder und Bürgerinnen und Bürgern erfolgreich durchzuführen.
Das Vereinsarbeit und ehrenamtliche Tätigkeit letztlich nicht nur mit Lob und Anerkennung bedacht wird, ist vielen von uns klar. Wir brauchen aber in unserer Gesellschaft immer wieder Damen und Herren die ehrenamtlich tätig sind und dem Gemeinwohl im Besonderen dienen.
Bericht: Heinrich Jung